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18. Oktober 2017

Gruppentheorie

Die Geschichte von den kleinen Neutralos

Wie sieht eine "faire Heiratstafel" aus, mit der man in die "Völkergemeinschaft der Gruppen aufgenommen wird?

Was wie eine Science-Fiction-Geschichte beginnt, entpuppt sich schnell als handfeste Mathematik. Eigentlich fühlen sich die Gruppe der Neutralos auf ihren Heimatplaneten Neutralus Elementus sehr wohl. Sie können zwar nichts sehen, weil sie keine Augen haben, dafür aber ziemlich gut zuhören und riechen. Weil sie aber mehr aus ihrem Leben machen wollten, fahren sie bei der erst besten Gelegenheit per Anhalter auf einem alten, gelben Milchstraßentruck mit. Auf ihrer Reise durch die Galaxis treffen sie auf Ein-, Zwei- und Dreiaugen und besuchen fremde Planeten, auf denen spezielle Heiratsregeln gelten - eine wichtige Voraussetzung, um in die "Völkergemeinschaft der Gruppen" aufgenommen zu werden.

Wie aber wird man dort Mitglied? Nun gilt es neue Heiratstafeln zu erstellen, neutrale Elemente zu finden, Assoziativ- und Kommutativgesetze zu beachten und sicher zu stellen, dass alle Bewohner gleich oft vorkommen. Gar nicht so einfach, aber dank Gruppentheorie lösbar. Und so können die Neutralos am Ende doch noch, dank tatkräftiger Unterstützung der Hectorianerinnen und Hectorianer, die Aufnahme in die Völkergemeinschaft der Gruppen feiern.

Im Projekt "Gruppentheorie" gewinnen die Hectorianerinnen und Hectorianer im zweiten Jahr Erkenntnisse zur Mathematik der Gruppen. 

Foto: A. Richert