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09. Dezember 2017

Eisen & Stahl

Der Kurs MA 14 übt sich in der Berechnung kubisch-raumzentrierter Gitter und der Praxis der Eisenbearbeitung

In den Werkstätten der Freien Waldorfschule Mannheim schmieden Hectorianer des Kurses MA 14 ihr eigenes Werkstück

Nach der Untersuchung der physikalischen Eigenschaften von Gusseisen, Baustahl und verschiedenen Edelstählen erkundeten die Hectorianer des Kurses MA14 mit Stahlkugeln auf Magneten die unterschiedlichen Möglichkeiten Atome im Raum zu packen. Beim Berechnen der maximalen Raumerfüllung der Elementarzellen von kubisch dichtester Kugelpackung und kubisch-raumzentriertem Gitter waren ihre mathematischen Fähigkeiten und ihr räumliches Vorstellungsvermögen stark gefordert. Ebenso bei dem Versuch in einem Tetraeder aus Stahlkugeln den namensgebenden Würfel zu finden.

Aufbauend auf den Ergebnissen einer experimentellen Hausaufgabe aus dem ersten Kursjahr zum Auftauen von gefrorenem Apfelsaft, ging es dann an die Interpretation des Eisen-Kohlenstoff-Diagramms mit eutektischem Gemisch, Mischkristallen und den verschiedenen Legierungen von Eisen und Kohlenstoff und deren Strukturen.

In Kooperation mit der Waldorfschule Neckarau hatten die Hectorianer unter der kompetenten Anleitung des dortigen Techniklehrers Oliver Luz die Möglichkeit, sich in der hervorragend ausgestatteten Metallwerkstatt der FWS an vier Tagen im Schmieden zu versuchen und damit die Theorie der Kristallstrukturen mit der Praxis der Eisenbearbeitung und den verschiedenen Möglichkeiten des Härtens und der Wärmebehandlung von Stahl zu verbinden. Schon die große Anzahl der verschiedenen Hämmer und ihre Verwendung z.B. zum Breiten, Treiben und Spalten war erstaunlich, ebenso die Vielfalt der verschiedenen Arbeitstechniken. Die Hectorianer waren alle mit Eifer und großem Spaß dabei und stellten alle ihr eigenes Werkstück her.